Entwicklung und Aufbau eines Netzwerkes Bildung – Wirtschaft im Städteverbund Zeulenroda - Triebes

Entwicklung und Aufbau eines Netzwerkes Bildung – Wirtschaft im Städteverbund Zeulenroda - Triebes

Ermittlung, Gewinnung und Zusammenführung der regionalen Akteure; Organisation der Zusammenarbeit; Empfehlung und Moderation der Projektentwicklung; Begleitung der Umsetzung ausgewählter Projekte (2006/ 2007)

 

Auftraggeber:  Stadtverwaltung Zeulenroda – Triebes

 

 

Ausgangssituation

 

Der Städteverbund Zeulenroda-Triebes hat in den letzten 15 Jahren massiv an Bevölkerung verloren. Seit 1989 sank die Bevölkerung um 13,2 Prozent von 20.556 auf 17.849 in 2004. Hierfür sind vor allem die Wanderungsprozesse verantwortlich, die sich seit Anfang 2000 wieder verstärkt haben. Bis 2025 wird ein weiterer Bevölkerungsrückgang, um fast 4.000 Bewohner bzw. rund 20 Prozent, prognostiziert. Dieser ist vor allem durch die natürliche Bevölkerungsentwicklung geprägt. Im Städteverbund werden dann voraussichtlich nur noch 14.000 Menschen leben.

Um sich den daraus entwickelnden Problemen zu stellen wurde in 2005 im Auftrag des Städteverbundes eine Studie „Zukunft Städtebund Zeulenroda-Triebes 2025“ vom IWR erarbeitet. 

 

 

Aufgabenstellung

 

Als ein Handlungsschwerpunkt für die zukünftige Arbeit im Städteverbund kristallisierte sich die Entwicklung von Bleibefaktoren insbesondere für die jüngere Generation heraus und dabei wurden die Bedeutung von Bildung, Ausbildung und verfügbaren Arbeitsplätzen als wesentliche Grundlage definiert. In dem im Jahr 2005 im Ergebnis der Bürger- und Unternehmerbefragung in Zeulenroda erarbeiteten Leitbild „Zeulenroda 2025“ wurden als wesentliche Handlungserfordernisse die Verbesserung der Unternehmensbindung der Kinder und Jugendlichen sowie die Sicherung des Ausbildungs-,(Berufsschul-)standortes herausgearbeitet Dementsprechend wurde das IWR in der Weiterarbeit beauftragt in einem ersten Schritt, durch eine gezielte Befragung der Akteure in der Region (Unternehmer, Verbände, Bildungsträger)

- den Handlungsbedarf und die Handlungsschwerpunkte zu bestimmen und 

- Empfehlungen für die Weiterarbeit zu geben.

 

 

Umsetzung

 

Im Herbst 2006 wurden Unternehmer, Vertreter der Handwerkskammer Gera, der IHK Gera sowie der Direktor des SBBS zu Handlungserfordernissen zur Verbesserung der Verbindung von Wirtschaft und Bildung respektive zur Beeinflussung des Bleibeverhaltens Jugendlicher befragt. Die sich dabei abzeichnenden Problemfelder lassen sich wie folgt zusammenfassen:

- Bildungsinhalte der Allgemeinbildenden Schulen

- Unternehmensbindung der Kinder und Jugendlichen der Region

- Nachwuchssicherung Unternehmen – Anforderungen an die Berufsbildung

- Sicherung des Berufsschulstandortes Zeulenroda

In Folge der Untersuchungen wurde eine Arbeitsgruppe regionaler Akteure ins Leben gerufen, bestehend aus Vertretern verschiedener Kammern, Bildungs- und Berufsbildungseinrichtungen, der Kreis- und Stadtverwaltungen sowie Unternehmer um Netzwerke zur Lösung der Probleme aufzubauen.

Verschiedene Projekte der Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft wurden ins Leben gerufen und in Ihrer Umsetzung begleitet (Der Kleine Landwirt, Praxisprojekte des Gymnasiums mit großen Unternehmen, Auftreten von Unternehmen an den Schulen, Schulkooperationen), gemeinsame Positionierungen zum Berufsschulstandort Zeulenroda vorgenommen sowie die 1. Zukunftskonferenz mit dem Thema:

„Die erfolgreiche Gestaltung der Zukunft – eine Herausforderung für Schule und Wirtschaft“

vorbereitet und am 10.07.2008 unter Teilnahme prominenter Vertreter aus Politik und Wirtschaft durchgeführt.