Analyse zur Nutzung von Brachflächen VIS NOVA

Analyse zur Nutzung von Brachflächen (Konversionsflächen) zum Errichten und Betreiben von Fotovoltaikanlagen im Landkreis Nordsachsen und in der Region der Dübener Heide der Landkreise Wittenberg und Anhalt-Bitterfeld innerhalb des Mitteleuropaprogramms der EU Projekt VIS NOVA

 

Auftraggeber:                  WFG-Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH des LK Nordsachsen

Mitarbeit:                        Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Landmann

Zeitraum:                        2012

 

INHALT

Der Landkreis Nordsachsen, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH des Landkreises Nordsachsen und die Kommunen der Dübener Heide in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg sind Partner im EU-Projekt VIS NOVA innerhalb des Central Europe Programm der EU. Ziel des Projektes VIS NOVA ist die Ermittlung nachhaltiger Energielösungen im ländlichen Raum.
Als Teil des VIS NOVA Projektes und Weiterführung des Energiekonzeptes des Landkreises Nordsachsen wurde eine Erhebung vorhandener Brachflächen im Untersuchungsraum durchgeführt, um diese als mögliche Standorte für Fotovoltaik-Freiflächenanlagen zu überprüfen. Dies kann zum einen dazu beitragen den Verbrauch landwirtschaftlicher Flächen zu senken, zum anderen aber auch die Möglichkeit bieten, der Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Gewerbeflächen entgegen zu steuern. Nicht zuletzt bietet es die Chance, brach liegende Flächen auch einer anderen Nutzung z.B. als Ausgleichsfläche oder auch einer gewerblichen Nutzung zu zuführen.

Die Untersuchung gliederte sich in zwei Teilaufgaben:
Teil 1: Erfassung von Brach-/Konversionsflächen im Untersuchungsraum
Teil 2: Bewertung der Brach-/Konversionsflächen hinsichtlich ihrer grundsätzlichen Eignung als Standorte für Fotovoltaik-Freiflächenanlagen

37 Kommunen und tätige Landwirtschaftsunternehmen des Untersuchungsraumes Landkreis Nordsachsen und Region Dübener Heide in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg wurden an der Erfassung und Bewertung von potenziellen Standorten für Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Brach-/Konversionsflächen beteiligt.
Insgesamt wurden 45 Brach-/Konversionsflächen in 13 Kommunen mit einem Gesamtflächenpotenzial von 153 ha ermittelt. Erfasst wurden alle Brachen, bei denen die Kommunen keine Nutzung bzw. keine konkreten Nutzungsabsichten hinsichtlich gewerblicher, Wohn- oder ähnlicher Nutzungsarten angegeben haben. Standorte mit Nutzungsabsichten als Ausgleichsflächen wurden in die Untersuchung einbezogen.

23 Brach-/Konversionsstandorte mit einem Gesamtflächenpotenzial von 115 ha wurden hinsichtlich ihrer Eignung für Fotovoltaik-Freiflächenanlagen bewertet.  Als notwendige Daten- und Informationsquellen standen
- die Zuarbeiten der Kommunen auf der Grundlage eines vorbereiteten Abfragebogens ,
- Karten- und Luftbildauswertungen (RAPIS; Luftbildaufnahmen von Mai /August 2009) und
- der Regionalplan Westsachsen 2008
zur Verfügung.