Leitbilder für den Deutsch-Polnischen Grenzraum



Leitbilder für den Deutsch-Polnischen Grenzraum



 

Konkretisierung der Leitbilder für den Deutsch-Polnischen Grenzraum - Vorstudie zum deutschen Teil - Themenfeld Bevölkerung (Projekt Dezember 2005 – Mai 2006)

 

 

 

Auftraggeber: Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig im Auftrag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung

 

Ausgangssituation

 

Das Projekt basiert auf den bisherigen Arbeiten zum deutsch-polnischen Leitbild seit 1995, zu relevanten INTERREG-Projekten und Projekten zum Aufbau-Ost, dem Raumordnungsbericht 2005 einschließlich des Diskurses zu neuen Leitbildern der Raumentwicklung in Deutschland. Durch eine sektorale Betrachtungsweise (Bevölkerung, Räumliche Planung, Wohnungsmarkt, Verkehrsnetze, Regionale Entwicklung und Arbeitsmarkt, Bildung/ Wissenschaft/Kultur, Gesundheit sowie Natur- und Kulturraum) sollte eine Passgenauigkeit mit bereits vorliegenden polnischen Studien im Grenzraum gesichert werden, ohne einem gemeinsam zu erstellenden Leitbild voraus zu greifen. Zudem wurde vor dem Hintergrund des demographischen Wandels dem Themenfeld „Bevölkerung“ besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Eine nachhaltige Raumentwicklung im deutsch-polnischen Grenzraum dürfte insbesondere unter den sich verschärfenden demographischen Rahmenbedingungen eine neue Qualität von Leitbild einfordern, das sich von dem zwar wünschenswerten aber illusionären raumordnungspolitischen Leitbild gleichwertiger Lebensbedingungen verabschiedet und sich auf eine Aktivierung endogener Potenziale einschließlich der Besinnung auf regionale Stärken orientiert.

 

 

 

Aufgabenstellung

 

Durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung wurde diese Studie an das Leibniz-Institut für Länderkunde vergeben. Das IfL erarbeitete diese Studie unter Beteiligung von Wissenschaftlern des IRS, IÖR, der ARL sowie des IWR.

 

Dieses Leitbild vorbereitende Projekt zum deutsch-polnischen Grenzraum umfasst sowohl eine Analyse wesentlicher Problemlagen potenzieller Handlungsfelder auf deutscher Seite – einschließlich bestehender Verflechtungen mit der polnischen Seite – als auch die Ableitung daraus resultierender Handlungsempfehlungen als Baustein für ein Leitbild zum gesamten Grenzraum.

 

 

 

Umsetzung

 

Durch das IWR wurde gemeinsam mit dem IfL eine differenzierte statistische Analyse der Ausgangsituation der bisherigen Bevölkerungsentwicklung im deutschen und polnischen Grenzraum erarbeitet. In die Betrachtung wurden die regionalen Bevölkerungsprognosen bis 2020 einbezogen. Darauf aufbauend wurden Handlungsempfehlungen für die Raum- und Regionalplanung zur Bewältigung des Problems der schrumpfenden Bevölkerung in Grenzräumen abgeleitet. Die Empfehlungen wurden differenziert nach:

 

• Raumordnerischer Handlungsbedarf

 

• Organisation und Instrumente

 

• Politische Handlungsansätzen zur Stabilisierung der Zentren in Schrumpfungsräumen

 

Zudem wurde die Kurzfassung zum Gesamtbericht erstellt.