Grenzraumstudie für den Sächsisch-tschechischen Grenzraum

Auftraggeber:                  Sächsisches Staatsministerium des Inneren

Mitarbeit:                     Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Länderkunde e.V.

Zeitraum:                          2010-2013

 

INHALT

Der sächsisch-tschechische Grenzraum ist im Landesentwicklungsplan 2003 als Raum mit besonderem landesplanerischem Handlungsbedarf ausgewiesen. Dieser Raum wird durch den anhaltenden demografischen Wandel, den wirtschaftlichen Strukturwandel sowie bestehende räumliche Disparitäten in seiner Entwicklung stark beeinflusst. Mit der Grenzraumstudie für das sächsisch-tschechische Grenzgebiet sollen unter Leitung des IfL (Lead-Partner) Grundlagen für die Raumentwicklung und Landesplanung/Regionalplanung erarbeitet und Anstöße für die Intensivierung der grenzüberschreitenden regionalen und interkommunalen Zusammenarbeit gemacht werden. Das Forschungsvorhaben lässt sich in die drei folgenden Aufgabenbereiche aufteilen:

  • Erarbeitung von Zielvorgaben und Handlungsempfehlungen für den sächsisch-tschechischen Grenzraum als Grundlage für die Fortschreibung des Landesentwicklungsplans 2003;
  • Erstellung der Grenzraumstudie für den sächsischen Teil des sächsisch-tschechischen Grenzgebietes sowie die An- und Einpassung an bzw. in die tschechische Raumentwicklungsstudie;
  • Zusammenstellung von Empfehlungen für Projekte und Maßnahmen bzw. Projektideen zur Intensivierung der Zusammenarbeit im sächsisch-tschechischen Grenzraum.

Im Rahmen der Grenzraumstudie sollen aufbauend auf einer kurzen Analyse Handlungsempfehlungen zu nachfolgenden Handlungsfeldern erarbeitet werden:

  • Demografischer Wandel und seine räumlichen Auswirkungen
  • Sicherung der Daseinsvorsorge (soziale und technische Infrastruktur) unter Berücksichtigung der demografischen Veränderungen
  • Versorgungssituation unter besonderer Berücksichtigung des großflächigen Einzelhandels
  • Grenzüberschreitende Verkehrsinfrastruktur
  • Regenerative Energien
  • Natur und Umwelt, Kulturlandschaft
  • Brachflächen (u. a. militärische/ landwirtschaftliche Flächen, Grenzareale)
  • Naherholung und Tourismus
  • Entwicklung von Grenzstädten und Grenzgemeinden

Die Erarbeitung erfolgt in einem engen Abstimmungsprozess mit dem Institut für Raumentwicklung (UUR) Brünn und dem Ministerium für Regionalentwicklung Prag.