Städtekooperation „Dessau-Roßlau – Lutherstadt Wittenberg – Bitterfeld-Wolfen – Köthen (Anhalt)

 

Städtekooperation „Dessau-Roßlau – Lutherstadt Wittenberg – Bitterfeld-Wolfen – Köthen (Anhalt)

 

Studie zur Entwicklung der Städtekooperation „Dessau-Roßlau – Lutherstadt Wittenberg –

Bitterfeld-Wolfen – Köthen (Anhalt) – Projekt 2008/2009 in Bietergemeinschaft mit dem Planungsbüro für ländliche Regionalentwicklung Berlin - PL3

 

Auftraggeber: Regionale Planungsgemeinschaft Anhalt - Bitterfeld - Wittenberg

Ausgangssituation

 

Wirtschaftliche, soziale und demographische Wandlungsprozesse stellen Städte und Regionen vor große Herausforderungen. Das trifft insbesondere auch auf die vier Zentren in Sachsen-Anhalt: Dessau-Roßlau, Bitterfeld-Wolfen, Wittenberg und Köthen zu. Sowohl die Städte als auch die Region müssen laut Bevölkerungsprognose starke Verluste an Bevölkerung bis 2025 verkraften. Die Konsequenzen des Wandels sind vielfältig. Sie beinhalten veränderte Anforderungen an die soziale und technische Infrastruktur, beeinflussen das Stadtbild, die Stadtplanung und letztlich auch die Siedlungsstruktur. Sie erfordern damit ein prinzipielles Umdenken in den Planungsansätzen, weg von den wachstumsorientierten Betrachtungsweisen hin zur Bewältigung von Schrumpfungsprozessen.

Unter diesen Bedingungen gewinnt die abgestimmte regionale Zusammenarbeit von Städten und Gemeinden eine wachsende Bedeutung. Ziel ist es, durch Aufgabenteilung und gemeinsames Agieren nach Außen und Innen endogene Potentiale und Synergieeffekte zu erschließen. Städtekooperationen orientieren in erster Linie auf die Nutzung netzinterner Synergien sowie die verbesserte gemeinsame Außendarstellung und sind damit auf die Erzielung langfristiger und dauer¬hafter raumwirksamer Effekte angelegt.

 

 

Aufgabenstellung

 

Für die Initiierung von Entwicklungen in der Betrachtungsregion kann die Städtekooperation ein wichtiges Hilfsmittel sein. Zielstellung für die Untersuchung zur Bildung einer Städtekooperation „Dessau-Roßlau – Lutherstadt Wittenberg - Bitterfeld-Wolfen – Köthen (Anhalt)“ ist es, nach gemeinsamen tragenden Säulen der Stadt- und Regionalentwicklung zu suchen. Insbesondere geht es um

 

-       Ausbau der Kooperation der Stadtverwaltungen

-       Ausbau der Kooperation des Wirtschafts- und Bildungsstandortes

-       Entwicklung des gemeinsamen Lebensraumes, der Kulturregion

-       Gezielte und abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit.

 

Darüber hinaus galt es die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit Einrichtungen verschiedener Bereiche, z.B. Wirtschafts- und Kulturfördernde Strukturen, die Rolle der Landkreise und der Gemeinden im Kontext zur Kooperation zu untersuchen sowie das Potential zur gemeinsamen Wahrnehmung zentralörtlicher Funktionen zu hinterfragen.

 

Umsetzung

 

Im Rahmen der Studie wurden die Potenziale und Voraussetzungen für eine Städtekooperation dargestellt. Die Bedeutung des kooperativen Herangehens an die Lösung der zukünftigen Probleme und die gemeinsame Positionierung nach Außen konnten durch Befragung regionaler Akteure bestätigt und die notwendigen Kooperationsfelder weiter differenziert und präzisiert werden. Zudem wurde ein Vorschlag für eine gemeinsame Position der Städte zur Sicherung der Mittelzentren und des Oberzentrums in der Region dargestellt.

 

Im Ergebnis der Diskussion wurden umfassende Empfehlungen zu möglichen Kooperationsfeldern und zu einer potentiellen Organisationsstruktur gegeben. Ein Entwurf einer Willenserklärung und eines Vertragsentwurfs können nach gemeinsamer Entscheidungsfindung in den kommunalen Gremien als Basis zur Weiterarbeit dienen.