Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept für die Region Weiße Elster und Regionalmanagement



Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept für die Region Weiße Elster und Regionalmanagement



Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept für die Region Weiße Elster und Regionalmanagement

Erarbeitung eines integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes für die Region „Weiße Elster“ als Grundlage ländlicher Entwicklung; Gewinnung und Zusammenführen der regionalen Akteure; Organisation der Zusammenarbeit; Entwicklung von Leitbildern, Handlungsempfehlungen, Maßnahmen und Projekten der regionalen Entwicklung (Projekt 2007); Begleitung der Umsetzung (Projekt ab 2007 fortlaufend)

 

Auftraggeber: Stadtverwaltung Pegau im Auftrag der Kommunen Pegau, Groitzsch, Elstertrebnitz, Kitzen

 

Ausgangssituation

 

Die Region der vier Kommunen Pegau, Groitzsch, Elstertrebnitz, Kitzen ist gekennzeichnet durch

- die Einordnung als ländlicher Raum (LEP) im Umfeld des Oberzentrums Leipzig

- die Folgen der lebenden sowie der abgeschlossenen Tagebaue im Umfeld

- die Randlage zum wirtschaftlichen und touristischen Entwicklungsgebiet „Südraum Leipzig“,

- vielfältige Handwerksbetriebe und KMU,

- die gemeinsame landwirtschaftliche Tradition sowie

- die Lage im Dreiländereck Sachsen – Sachsen-Anhalt – Thüringen.

Unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklungen, die zu einem drastischen Absinken der Bevölkerung in einzelnen Ortslagen verbunden mit Tragfähigkeitsgrenzen für bestimmte Versorgungen und zu einem zukünftigen Fachkräftemangel führen, sind Möglichkei-ten und Wege zur Stabilisierung des ländlichen Raumes als lebenswerten Wohn- und Arbeitsmarktstandort zu finden.

Mit dem Aufruf des Sächsischen Staatsministers Tillich in 2006, in den Kommunen und Dörfer des ländlichen Raumes integrierte ländliche Entwicklungskonzepte (ILEK) als Grundlage für die Förderperiode bis 2013 einzureichen, haben sich die vier Kommunen Elstertrebnitz, Groitzsch, Kitzen und Pegau zusammengefunden, um gemeinsam ein integriertes ländliche Entwicklungskonzept zu erarbeiten.

 

Aufgabenstellung

 

Mit der Erarbeitung des Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes sind die Entwicklungsziele der Region zu definieren, die Handlungsfelder festzulegen sowie die Strategien zur Realisierung der Entwicklungsziele darzustellen und die prioritären Entwicklungsprojekte zu beschreiben. Grundlegendes Ziel muss es sein, Rahmenbedingungen (Bleibefaktoren) im ländlichen Raum zu schaffen, die zur Stabilisierung der Bevölkerungsentwicklung und damit zum Erhalt der Zukunftsfähigkeit der Region beitragen.

Entwicklungsschwerpunkte sind

Wirtschaftsentwicklung und Schaffung von Arbeitsplätzen

Sicherung der Daseinsvorsorge insbesondere mit grundzentralen Funktionen

Erhaltung und Aufwertung dörflicher Strukturen, sowie der Natur und Landschaft als lebenswerten Raum für die Einwohner

Kooperationsbeziehungen mit den Nachbargemeinden in den angrenzenden Bundesländern sind zu stabilisieren und weiter zu entwickeln

Einordnung in die Gesamtentwicklung des Südraumes Leipzig

 

Umsetzung

 

Das Konzept wurde in enger Zusammenarbeit mit den Akteuren der Region (5 Arbeitskreise) erarbeitet, durch die Städte und Gemeinden bestätigt und beim SMUL eingereicht. Im Oktober 2007 wurde durch den Staatsminister des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft der Region „Weiße Elster“ für die Förderperiode 2007 bis 2013 der Status „ILE – Gebiet“ zuerkannt.

Auf der Basis des ILEK wurde durch das beauftragte Regionalmanagement IWR Leipzig und die regionalen Akteure mit der Umsetzung der für die regionale Entwicklung wichtigen Projekten und Maßnahmen begonnen. In 2008 konnten bereits 12 Projekte bewilligt werden, die insbesondere die Handlungsfelder Lebensraum und Infrastruktur betreffen. (www.Weiße-Elster.de)